Ein Elfmeter bringt Ramsthal vom Kurs ab
Juni 12
Büttner-Elf verspielt frühe Führung und scheitert in der Verlängerung am Bezirksliga-Aufstieg Unterschiedliche Gefühlswelten, ein und derselbe Körperzustand – während die DJK Dampfach mit dem schwer erkämpften 3:1-(1:1, 1:1)-Sieg nach Verlängerung den Klassenerhalt in der Fußball-Bezirksliga 2 ausgelassen feiern durfte und dem tief traurigen SV Ramsthal der Weg eben dorthin versperrt blieb, einte beide Mannschaften die Erleichterung, dass eine lange Saison endlich vorbei ist. Denn feine Relegationskost war das nicht, was die 1500 Zuschauer in Röthlein geboten bekamen. Es war vielmehr ein Vergleich zweier ausgelaugter Mannschaften auf Augenhöhe, der ausschließlich von der Spannung lebte. Am Ende hüpfte eben das glücklichere Team auf dem Platz umher und mittendrin Strahlemann Reinhold „Asti“ Müller. „Das war ein würdiger Abschluss für mich“, freute sich der scheidende Trainer, den nun Wolfgang Hau ablösen wird. „Meine Mannschaft hat nochmal gebissen.“ Zum Beispiel Stürmer James Niba, seit dem Winter ohne Training und Schussglück, aber dafür mit Verletzung: Er leitete die Wende ein, als er im Duell mit Ramsthals Jörg Herterich geschickt stolperte und Schiri Manuel Steigerwald Elfmeter gab – Alexander Prichodko sagte Danke zum 1:1 (40.). Dahin war damit der angesichts beeindruckender Startoffensive hoch verdiente, aber eben zu dünne Vorsprung des SV Ramsthal. „Wir gingen gleich hohes Tempo, wollte sagen: Hallo, wir sind da“, bestätigte Spielertrainer Thorsten Büttner, dass der Wirbel des Rhöner Kreisliga-Zweiten kein Zufall war. Und die Rechnung ging auf: Gegen Dominik Vierheilig klärte DJK-Torsteher Volker Bischof noch, gegen Alexander Unslebers Abstauber nach Büttners Nachsetzen war er machtlos – 0:1 nach nur sechs Minuten. „Da waren wir undiszipliniert. Überhaupt waren wir 30 Minuten gar nicht da“, wetterte Müller. Doch Büttner war auch nicht zufrieden: „Da haben wir versucht, Ergebnis zu verwalten. Wir haben später nicht mehr konstruktiv nach vorn gespielt und Dampfach so erst ins Spiel gebracht.“ Nur zu viel mehr als dem 1:1 konnte die DJK das nicht nutzen, weil sie phasenweise stehend k.o. wirkte. So gab’s zwar hüben wie drüben ein paar Chancen, doch sah es irgendwie schon bald nach Verlängerung aus. In der hatten – gleichwohl Unslebers nur um Zentimeter am Pfosten vorbei segelnder Kopfball die Vorentscheidung für den SVR bringen hätte können (114.) – überraschend die Dampfacher einen Tick mehr auf der Pfanne. Beim schönsten Angriff des Spiels leistete der eingewechselte...
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